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Generali Open Kitzbühel: Miedler spielt um 3. Doppeltitel
Nach ihrem Premierensieg in Gstaad in der vergangenen Woche sind Lucas Miedler und Marc Polmans am Freitagabend auch ins Finale des Generali Open Kitzbühel eingezogen. Der Niederösterreicher (ATP-Doppel 21) und der Australier (ATP-Doppel 26) setzten sich in der Vorschlussrunde gegen den Inder Narayanaswami Sriram Balaji (ATP-Doppel 61) und den Schweden André Göransson (ATP-Doppel 31) mit 6:4, 6:7 (4) und 10:7 im Match Tiebreak durch. Sie folgten damit den Deutschen Jakob Schnaitter (ATP-Doppel 35) und Mark Wallner (ATP-Doppel 35), die zu Mittag die topgesetzten Pierre-Hugues Herbert aus Frankreich (ATP-Doppel 30) und ihren Landsmann Kevin Krawietz (ATP-Doppel 10) mit 6:2, 2:6, 10:8 eliminierten, ins Endspiel. Dieses wird um 10:30 Uhr ausgetragen.
Einmal mehr trug die grandiose Stimmung im Kitzbüheler Tennisstadion dazu bei, dass Miedler/Polmans ihr bestes Tennis zeigen konnten. Miedler besitzt damit die Chance auf seinen dritten Kitzbühel-Doppeltitel. 2021 und 2023 hatte er gemeinsam mit Alexander Erler den Siegerpokal in die Höhe gehalten. Mit einem dritten Coup würde er mit seinem derzeit verletzten Standardpartner, der in Tirol auch im Jahre 2024 mit dem Deutschen Andreas Mies triumphiert hatte, wieder gleichziehen. „Es ist wieder eine geile Stimmung gewesen, die Leute sind unglaublich gewesen. Das ist immer speziell. Wir haben es wieder spannender gemacht als es notwendig gewesen wäre“, meinte Miedler.
Nach gewonnenem ersten Satz sei der zweite Durchgang „ein bisschen ein Hin und Her gewesen. Ich hatte natürlich die Chance zum Ausservieren, die wir leider nicht nützen konnten. Aber im Match Tiebreak waren wir dann wieder echt gut. Es war generell ein sehr gutes Level, die anderen haben angefangen, extrem gut zu servieren. Ich bin einfach happy, dass wir da wieder drüber gekommen sind“, atmete Miedler tief durch. „Morgen das dritte Kitz-Finale, da bin ich sehr dankbar dafür. Ich freue mich einfach, dass ich auf dem Center Court morgen noch einmal aufschlagen darf.“
Bublik vor der Titelverteidigung
Im Einzel ist Alexander Bublik nur noch einen Sieg von der erfolgreichen Titelverteidigung beim Generali Open Kitzbühel entfernt. Der topgesetzte Kasache (ATP 11) setzte sich im Halbfinale gegen den viertgereihten Argentinier Tomás Martín Etcheverry (ATP 31) mit 6:3, 6:4 durch und steht nach einer erneut beeindruckenden Turnierwoche zum zweiten Mal in Folge im Endspiel des ATP-250-Turniers von Kitzbühel.
Damit gelang Bublik etwas, das zuletzt dem Niederländer Robin Haase in den Jahren 2011 und 2012 geschafft hatte: Als erster Spieler seit 14 Jahren erreicht er zwei Kitzbühel-Finalspiele in Folge. Für den 29-Jährigen ist es das 17. Endspiel auf der ATP Tour. Neun seiner bisherigen 16 Finalteilnahmen konnte er für sich entscheiden. „Ich habe ein super Match gespielt und die Taktik für dieses Match gut umgesetzt. Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis und damit, wie ich gespielt habe“, analysierte der Weltranglistenelfte seine Leistung.
Im Titelkampf trifft Bublik nun um nicht vor 13:00 Uhr (live auf ServusTV) auf Quentin Halys – und damit auf jenen Spieler, der ihn erst vergangene Woche in Gstaad in einem engen Duell nach drei Sätzen im Tiebreak bezwingen konnte. „Er hat super gespielt, als er mich letzte Woche in Gstaad bezwungen hat. Es war sicher kein Glück, dass er mich besiegt hat. Morgen gibt es das Rematch, und ich bin mir sicher, dass es ein großartiges Spiel wird“, fieberte der Kasache der erneuten Begegnung entgegen.
Halys übersteht Halbfinalkrimi
Halys musste für seinen Finaleinzug deutlich mehr kämpfen. Der Franzose (ATP 83) behauptete sich in einem hochdramatischen Halbfinale gegen den Deutschen Yannick Hanfmann (ATP 52) mit 6:4, 7:6 (2). Halys vergab nicht weniger als acht Matchbälle, ehe er im Tiebreak doch noch die Nerven behielt und den Sieg fixierte. Hanfmann hatte sich mit der lautstarken Unterstützung der zahlreichen Fans – darunter viele deutsche Zuschauerinnen und Zuschauer – noch einmal zurückgekämpft und die Kurzentscheidung erzwungen.
„Ich glaube, ich habe ein sehr gutes Match gespielt. Im zweiten Satz habe ich meinen Aufschlag und ein bisschen die Konzentration verloren. Yannick ist dann wieder zurückgekommen, aber ich bin fokussiert und selbstbewusst geblieben. Ich bin froh, dass ich das Match schließlich gewonnen habe“, sagte Halys. Die Bedingungen in der Gamsstadt kommen ihm besonders entgegen: „Ich denke, dass ich gut in der Höhenlage spiele. Diese Bedingungen hier sind super für mein Spiel, weil es mit meinem Aufschlag für den Gegner schwierig ist, mich zu breaken. Ich agiere auch sehr aggressiv von der Grundlinie, und das hilft mir natürlich.“ Auch Court und Bälle sorgen für besonders schnelle Bedingungen: „Es ist wahrscheinlich einer der schnellsten Courts der Saison, in Kombination mit einem der schnellsten Bälle. Ich bin froh, wie ich derzeit spiele, und der Fokus liegt bereits auf morgen.“
Trotz seines jüngsten Erfolgs gegen Bublik sieht sich Halys im Endspiel nicht in der Favoritenrolle: „Ich werde morgen sicher nicht der Favorit sein, aber ich denke, dass ich gute Waffen in meinem Spiel habe, um ihn zu schlagen.“ Zum dritten Mal in Folge steht ein Franzose im Kitzbühel-Finale. Vor Halys hatten Hugo Gaston 2024 und Arthur Cazaux 2025 das Endspiel des Generali Open Kitzbühel erreicht. Für Halys ist es das zweite ATP-Finale seiner Karriere nach Gstaad 2024.
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