French Open: Potapova nimmt sensationell Titelverteidigerin Gauff raus
Am Rande der French Open hatte Anastasia Potapova unmissverständlich klargemacht, sich in Paris auch den Titelgewinn zuzutrauen und vorzunehmen. Am Samstagabend hat die 25-Jährige jetzt ein kräftiges Ausrufezeichen hinter ihre dahingehenden Ambitionen gesetzt. Denn die Wahlösterreicherin nahm in der dritten Hauptrunde auf Court Philippe-Chatrier sensationell die Titelverteidigerin Coco Gauff raus und steht damit zum zweiten Mal in ihrer Karriere (nach den French Open 2024) bei einem Grand Slam im Achtelfinale. Nach 2:37-stündigem, über weite Strecken hochklassigem Kampf konnte sich die auf 28 gesetzte Potapova (WTA 30) gegen den viertgereihten US-Superstar (WTA 4) mit 4:6, 7:6 (1), 6:4 durchsetzen. Dadurch stieß sie auch die Tür zu ihrem ersten Viertelfinale auf der höchsten Ebene des Tennissports auf: In der Runde der letzten 16 wartet mit der auf 22 gelisteten Russin Anna Kalinskaya (WTA 24) zwar eine weitere schwierige, jedoch sicher lösbare Aufgabe.
Auch Erler/Miedler im Doppelachtelfinale
Im Herrendoppel läuft es aus rot-weiß-roter Perspektive weiter hervorragend. Einen Tag nach Neil Oberleitner (zusammen mit dem Tschechen Petr Nouza) haben auch Alexander Erler und Lucas Miedler das Achtelfinale erreicht. Der Tiroler und der Niederösterreicher, gemeinsam an 14 gesetzt, rangen am Samstagnachmittag in der zweiten Runde die US-Amerikaner Benjamin Kittay und Rajeev Ram nach 2:04-stündigem Fight mit 7:5, 4:6, 6:4 nieder. Miedler steht hiermit das erste Mal in seiner Laufbahn unter den letzten 16 eines Grand-Slam-Events, Erler das zweite Mal nach Wimbledon 2025. Dort erwartet das ÖTV-Davis-Cup-Doppel jetzt allerdings die wohl schwerstmögliche Aufgabe: die topgesetzten Marcel Granollers Pujol (Spanien) und Horacio Zeballos (Argentinien) – ihres Zeichens die amtierenden French-Open- und US-Open-Champions. Die Begegnung ist am Sonntag als dritte Partie nach 11:00 Uhr auf Court Simonne-Mathieu eingeteilt. Auf dem drittgrößten Platz der Anlage eröffnet zuvor Oberleitner den Spieltag: Der Wiener trifft mit Nouza auf dessen Landsmänner Adam Pavlásek und Patrik Rikl. Außerdem steigt Thilo Behrmann in die Juniorenkonkurrenz ein. Der siebtgereihte Wahlburgenländer (ITF 7), der vergangene Woche beim ITF-J500-Turnier in Mailand erst im Finale gestoppt worden war, bekommt es zum Auftakt mit dem 15-jährigen, französischen Wildcard-Inhaber Benoit Geldof (ITF 284) zu tun.
Der Mixed-Doppelbewerb ist hingegen aus heimischer Sicht seit Samstagabend beendet. Miedler unterlag mit der Norwegerin Ulrikke Eikeri im Achtelfinale der siebtpositionierten Paarung Anna Danilina (Kasachstan) und JJ Tracy (USA) nur hauchdünn mit 1:6, 6:4 und 8:10 im Match Tiebreak.